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Sechskantflasche aus Goldrubinglas

6 - Sechskantflasche aus Goldrubinglas

Ausgeschliffener Abriss das Zentrum einer Blütenrosette an einem geschnittenen Blattzweig bildend (sog. Blütenmarke). Auf den Seiten von eingerollten Blattranken, Blütenzweigen und Ähren gerahmte Fruchtbündel, teils mit Vogeldarstellungen. Auf abgerundeter Schulter Bordüre mit Blattzweigen und Früchten. Ausführung in teils poliertem Tiefschnitt. Späterer Vermeilschraubverschluss. H. 16,5 cm Provenienz: Süddeutscher Privatbesitz. Die Anfänge der Goldrubingläser sind mit dem Namen des Chemikers und Alchimisten Johann Kunckel verbunden, dessen Experimente mit der Herstellung von Rubinglas vor dem Jahre 1679 stattgefunden haben müssen, da er sie in der Erstausgabe seines Werkes ''Ars Vitraria Experimentalis'' aus dem selben Jahr erwähnt. Kunckel setzte die Versuche des Hamburger Arztes Andreas Cassius fort, dem zwar die Herstellung des sogenannten Goldpurpurs gelungen war, der jedoch bei den Bemühungen um eine dauerhafte Rotfärbung scheiterte. Kunckel arbeitete mit der Gold- Zinn- Fällung. Zur Erzeugung von Rubinglas benutzte er pures, gelöstes Gold. Verstreute submikroskopische Goldteilchen bewirkten die Rotfärbung des Glases. Die Glasmasse wurde auf Weißglut zweimal erhitzt um die Farbe heraustreten zu lassen. Goldrubinglas war wertvoller als durch Kupfer gefärbtes Rotglas. Ähnlich wie bei Edelsteinen wurden ihm zudem magische Kräfte zugesprochen. Sechskantflaschen dieser Art wurden oft verwendet um Tee darin aufzubewahren. This ''gold-ruby'' glass invented and first made by Johann Kunckel in 1679 colours the glass red throughout with a purple tone and is very expensive to produce because it requires pure gold. Bottles like this one were often used as a tea preserving bottle. Literatur: Dedo von Kerssenbrock-Krosigk, Rubinglas des ausgehenden 17. und des 18. Jahrhunderts, Nr. 334, eine Sechskantflasche aus dem Invetar des Bayerischen Nationalmuseums München (ehemals Sammlung Thurn und Taxis), Nr. 121ff, Becher mit Fruchtbündeln und Blütenmarken, teils mit Augsburger Silbermontierungen und 239, eine Eghalskanne mit Fruchtbündelschnitt, Süddeutschland zugeschrieben. Sammlung Rudolf von Strasser, Nr. 204, ein vom Schnittdekor her vergleichbarer, Böhmen zugeschriebener Henkelkrug aus Goldrubinglas. Drahotová, Olga; Urbánek, Gabriel: Europäisches Glas. Prag. 1982. S. 142. Willy Van den Bossche, Antique Glass Bottles, Nr. 233, eine Potsdamer Sechskantflasche aus Goldrubinglas.

Potsdam oder Süddeutschland, um 1700, Schnitt wohl Nürnberg

Katalogpreis: 3.500 - 5.500 €

Zuschlag: 10.000,00 EUR

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