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Bedeutender Pokal

5 - Bedeutender Pokal

Farbloses Glas. Der achtpassige Fuß ist auf der Unterseite vertieft, auf der Oberseite leicht gewölbt geschliffen und mit einem geblänkten Olivschliffkranz verziert. Schaft in Form eines Fabelwesens mit Bärenkopf geschliffen, das Fell und die Kanten fein graviert. Auf der im Querschnitt achtpassigen Kuppa polierte Kugelborte, darunter geschliffene Kanneluren mit hochgeschliffenem vielpassigem Kragen. Dreiteilig gearbeitet und zusammengefügt. H. 28 cm Die Familiengeschichte der Gondelach weist mehrere Glasmacher aus. Seit 1689 war Franz Gondelach mit Anna Dorothea Trümper, die ebenfalls einer namhaften Glasmacherfamilie entstammte, verheiratet. Man weiß nichts Genaues darüber, wo und wie Franz Gondelach die Glasmacherkunst erlernte, aber seine Arbeiten sprechen dafür, dass der 1694 verstorbene Christoph Labhardt sein Lehrer gewesen war, der seit 1680 vom Landgrafen berufen, die künstlerischen Arbeiten in Glas und Bergkristall schuf. Auch Gondelach schuf nicht nur in Glas, sondern auch in Bergkristall nachweislich Arbeiten. Seine stark plastischen Schäfte, Knäufe und Kannen sind einzigartig in seiner Zeit und wurden von bekrönten Häuptern bestellt und verschenkt. Als Vorlage dürften Bergkristallgefäße aus dem 16. Jahrhundert gedient haben, die die Kunstkammern der kaiserlichen und königlichen Höfe zierten. Franz Gondelach ist seit 1694 Bürger in Kassel und von 1689 bis 1716 durchgehend in Kassel nachweisbar. Als 1720 seine Gesundheit und vor allem sein Augenlicht nachließen, bewarb er sich um die Pacht der Altmündener Hütte und verwies auf vierzig Jahre seines Schaffens dort. Während der ihm gewährten Pachtzeit starb Franz Gondelach 1726. Pokale wie unser Pokal auch, sind in kaltem Zustand zusammengekittet und eingefügt worden. A workshop of great significance was established toward the end of the 17th century at Kassel, in Hesse. There perhaps the greatest of all the relief engravers, Franz Gondelach (1663-1726), handled glass with a truly sculptural feeling. He married Anna Dorothea Trümper in 1689 and acquired citizenship of Kassel in 1694. From his arrival in Kassel he seems to have worked for Landgrave Charles of Hesse-Kassel. On 18 January 1688 he obtained an official appointment and is documented as 'court master glassworker', 'court glass engraver' or 'princely glass engraver'. Gondelach has been accepted as the most important glass engraver of the Baroque period, as he skilfully mastered the techniques of tiefschnitt (deep-relief) and hochschnitt (high-relief) decoration. From 1723 until his death Gondelach directed the Landgrave's glass factory at Altmünden. Literatur: Rudolf von Strasser, Licht und Farbe, KHM Wien, 2002, Abb. 338ff. Meisterwerke der Glaskunst aus internationalem Privatbesitz, S. 85, Nr. 232, Schaft mit Akanthusblattkranz, 1711. Franz Adrian Dreier, Glakunst in Hessen-Kassel, 1969, Abb. 30ff. Gustav E. Pazaurek, Die Gläser des Nordböhmischen Kunstgewerbemuseums, 1914, S. 54 ud S. 57. Cristina Acidini Luchinat, Die Schätze der Medici, S. 64f.

Franz Gondelach, Kassel, um 1700

Katalogpreis: 60.000 - 90.000 €

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