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Gotisches Siegel der Stadt Lauterbach/Hessen

41 - Gotisches Siegel der Stadt Lauterbach/Hessen

Messing, fein geschnitten. In gotischen Majuskeln ausgeführte Umschrift ''S(igillum) OPIDI LUTTERNBACH''. Verso schmale Rippe und Ringöse. D. 4,8 cm Provenienz: Hessische Privatsammlung Dargestellt ist der Ritter Sankt Simplitius. Simplitius trägt ein zeitgenössisches Kettenhemd und Helm. Mit seiner linken Hand umfasst er die Lanze, während er mit seiner Rechten das Schwert und sein Schild hält, auf dem drei Lilien abgebildet sind. Er und sein Bruder Faustinus waren Soldaten des römischen Heeres. Während einer der letzten blutigen Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian wurden sie wegen ihres Glaubens gefoltert, umgebracht und ''per pontem qui vocatur Lapideus'' (von der sogenannten Steinbrücke) in den Tiber geworfen. Die Brüder wurden zusammen mit ihrer heilig gesprochenen Schwester Beatrix bestattet. Durch den heiligen Bonifatius kamen die Reliquien der drei Geschwister nach Fulda. Seitdem gelten sie als Schutzpatrone dieser Stadt. Im Symbol der drei Lilien, Zeichen der Unschuld, sind sie auch seit dem 16. Jahrhundert auf dem Fuldaer Stadtsiegel und dem Stadtwappen präsent. Die drei Hügel unter der Lilie sollen die Gräber der drei Heiligen darstellen. Der rote Hintergrund steht für den Märtyrertod, den die drei gestorben sind. Bis heute ist der Ritterheilige Simplitius ebenfalls das Stadtwappen von Lauterbach. Das Wappen verdeutlicht den Jahrhunderte lang währenden Einfluss von Abtei und Bistum Fulda auf die Stadt. Wie viele Orte, die einen ''Bach'' enthalten, wurde Lauterbach in der fränkischen Rodungs- und Siedlungszeit (400-800 n. Chr.) gegründet. 812 wurde es erstmals in der Marktbeschreibung der Kirche von Schlitz erwähnt. Im Mittelalter gehörte Lauterbach zum großen Territorium des Klosters Fulda. Am 16. März 1266 verlieh Bertho II. von Leibolz, Abt zu Fulda, Lauterbach die Stadtrechte, womit der Bau der Burg und der Stadtmauer verbunden war. Auch das Siegel wurde der neuen Stadt vom Abt der Benediktiner-Abtei verliehen. Saint Simplicius is represented with a pennant, on the shield of which are three lilies, called the crest of Simplicius; the lilies are a symbol of purity of heart. Saints Simplicius, Faustinus and Beatrix were a group of Christian Martyrs who died in Rome during the Diocletian persecution (302 or 303). The legend about them is that the brothers Simplicius and Faustinus were cruelly tortured on account of their Christian faith, beaten with clubs, and finally beheaded; their bodies were thrown into the Tiber. Their sister Beatrix had the bodies drawn out of the water and buried. According the legend St. Bonifacius translocated the relics of the saints to Fulda. Lauterbach is a town in Hesse in central Germany. The town was founded between 400 and 800 AD. In 812 the town was mentioned for the first time in a document of the church in Schlitz. In the Middle Ages, Lauterbach belonged to the cloister in Fulda. Then in the 12th century Lauterbach became a fief of the count Ziegenhein from the cloister in Fulda. In 1266 Lauterbach received municipal rights. In the same year Lauterbach received the official seal.

Fulda, 1266

Katalogpreis: 15.000 - 18.000 €

Zuschlag: 10.000,00 EUR

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