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Dr. Fischer Kunstauktionen

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Seltene Beutelflasche (Krause)

29 - Seltene Beutelflasche (Krause)

Auf der dunkelbraunen, salzglasierten, nach oben sich verjüngende Wadung, zwei plastisch sehr fein ausgeformte Löwenmasken mit Resten von Katvergoldung und eingehängten Zinnringen. Frontal, über gekreuzten Blattzweigen, Allianzwappen: das eine mit gekreuztem Schwert und Palmwedel auf rotem Fond ist mit ''M.L.K.'' bezeichnet, das zweite mit Hüftbildnis eines Manes mit Hut und Pike über der Schulter, trägt das Monogramm ''A.M.B.''. Über den Wappen aufgelegte Rosette umgeben von gemaltem Bandelwerk, drei Rosenzweigen mit weißen Blüten und Punktrosetten. Auf Rückseite aufgelegte Rosette und gemalter, auf einem Fass sitzender, von Blattzweigen umgebener Bacchus mit typischem Kopfschmuck, in der Linken eine doppelkonische Flasche, in der Rechten einen Nuppenhumpen haltend. Dekorausfürung in bunten Kaltemailfarben. Hals mit Resten von Kaltemailbemalung leicht gebaucht und mit Rillen und gekerbten Ringen verziert. Gefestigter Sprung. H. 18.5 cm Expertise von Konrad Strauß liegt bei. Mit Bezugnahme auf Walcher von Molthein (Die Familie der Kunsthafer Vest und ihre Werke in Alt Österreich und in Oberfranken, Kunst und Kunsthandwerk XVI 1913, Heft 2, S. 81) schreibt Konrad Strauß unsere Beutelflasche der zweiten Periode der Creussener Steinzeuggefäßen zu, die vor dn bekannten emaillierten Apostel- und Jagdkrügen gefertigt worden sind. Strauß erwähnt von diesen seltenen Beutelflaschen lediglich drei Exemplare. Die älteste, ''1579'' datierte sog. Krause stand ehemals in der Sammlung Figdor und ist mit einem Ehepaar, drei Wappen und einer Eule verziert. Eine ''1607'' datierte Flasche von der Burg Kreuzenstein ist auch mit einem Bacchus dekoriert. Eine dritte bekannte, metallmotierte Flasche mit Kteuzigung und Wappen des Abtes von Hersfeld in vergleichbarer Kaltbemalung steht im Bayerischen Nationalmuseum München. Eine formal vergleichbare Beutelflasche ist im Wappen von Creussen enthalten. Im Mittelalter scheint in Creussen noch nicht getöpfert worden zu sein. Im Zunftbuch der ''Haffner und Bossierer zu Creußen'' von 1695 wird berichtet, dass als erster der aus Wien stammende Krugmacher und Bossierer (Formschneider) Vest 1512 nach Creussen gekommen ist. Ob er nicht nur Kacheln und Hafnerware hergestellt hat, ist nicht eindeutig belegt. Mit Sicherheit ist aber der wohl aus dem Rheinland kommende Töpfer Thomas Eyll (Eul) ein Steinzeugtöpfer gewesen. Dieser ist von 1581 bis 1608 in den Kirchenbüchern belegt. Lit.: Steinzeugkatalog des Kunstgewerbemuseums der Stadt Köln, 1986, S. 74. Der Glasflaschentypus (doppelkonisch mit gestauchter Schulter) wie Bacchus ihn in der Linken hält, wird ins späte 15. und 16. Jh. datiert.

Creussen, Ende 16. Jh., wohl Werkstatt des Hafners Thomas Eyll

Katalogpreis: 15.000 - 20.000 €

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