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Auktionshaus Dr. Fischer

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Dr. Fischer Kunstauktionen

Trappensee-Schlösschen
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Montag bis Freitag 9.00-17.00 Uhr (Trappensee-Schlösschen)

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Chronik

Von „Utz“, der „Glaskrankheit“ und Dachbodenfunden

Die Kostbarkeiten des "Utz"

„Utz“ – Held in Bruce Chatwins Roman und leidenschaftlicher Sammler, der am Ende Teile seiner Sammlung zerschlägt und sie der Müllabfuhr überlässt. „Utz“ – Titel der Verfilmung mit Armin Müller-Stahl in der Hauptrolle des Kaspar Baron Utz und mit Marianne Sägebrecht als treusorgender Haushälterin Marta. Ihn gab es wirklich: Teile seiner Sammlung versteigerte das Auktionshaus Dr. Fischer. Die Geschichte dazu liest sich wie ein Krimi: Bei Gläsern zweier Einlieferer – der eine aus Prag, der andere aus Bratislava – fanden sich die gleichen in Altdeutsch geschriebenen Zettelchen mit Inventarnummern. Die gläsernen Kostbarkeiten stammten offensichtlich aus ein und derselben Sammlung – der des besagten „Utz’“. Dieser rettete seine Sammlung vor den Klauen des Kommunismus, der den Besitz als Wert schlechthin verdammt und in dem das Sammeln von Antiquitäten als Akt des Aufbegehrens galt. Im Geheimen lebend gelingt es Utz, seine Kostbarkeiten vor den Kommunisten zu verstecken, die seine Sammlung für das Museum beschlagnahmen wollen. Im Buch verschwindet die Sammlung am Ende unauffindbar. In der Wirklichkeit verliert sich nach „Utz’“ Tod die Spur der heimlichen Schätze. Jahre später tauchen auf dem Kunstmarkt vereinzelt Stücke auf. Sie stammen von „Utz’“ Haushälterin und späteren Frau Marta, die mit ihrer Familie wie untergetaucht lebte. Dr. Fischer ist es gelungen, den Sohn von Marta nach langwieriger Recherche aufzuspüren und den Großteil der bis dahin scheinbar verschollenen Glassammlung in einer Spezialauktion anzubieten.

Befallen von der "Glaskrankheit"

Dr. Jürgen Fischer

Dies ist nur eine der Anekdoten aus der nunmehr über dreißigjährigen Firmengeschichte des Auktionshauses Dr. Fischer in Heilbronn. Das Familienunternehmen, das für Qualität und Leidenschaft steht, etablierte sich durch Auktionen von Fayencen und Steinzeug sowie siebenbürgischem Kunsthandwerk. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte das Auktionshaus allerdings durch seine spektakulären Verkäufe im Bereich Glas. Es gilt bei internationalen Sammlern, Händlern und allen der „Glaskrankheit“ Verfallenen seit Jahrzehnten als ein Knotenpunkt für Kauf- und Verkauf des kostbaren Materials Glas. Die Experten sind anerkannte Größen in diesem Geschäft. Es ist ihrem Engagement, fundiertem Wissen und den über die Jahre hinweg gewachsenen Kontakten zu verdanken, dass sich jährlich kostbare Arbeiten von Hermann Schwinger, Heinrich Schwanhardt, Anton Kothgasser, Samuel Mohn, Dominik Biemann, Emile Gallé, Daum Frères, Réne Lalique, Loetz Wwe. und Otto Prutscher neben allen namhaften Vertretern der zeitgenössischen Studioglasbewegung wie Dale Chihuly, Harvey Littleton oder dem Künstlerpaar Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtova unter dem Dach des idyllisch gelegenen Wasserschlösschens im Trappensee einfinden.

Neben dem deutlichen Schwerpunkt auf Glas zählen Porzellan, Keramik, Silber, Zinn, Gemälde, Bronzen, Uhren und das vielfältige Gebiet Varia zu den weiteren Fachgebieten des Expertenteams. Darüber hinaus ist eine sehr erfolgreich vertretene Sparte die Russische Kunst.

Jedes Jahr finden drei Versteigerungen „Europäisches Glas & Studioglas“ statt, davon eine in der im Bayerischen Wald gelegenen und für ihre traditionelle Glasbläserkunst bekannten Stadt Zwiesel. Zwei Auktionen „Kunst und Antiquitäten“,  zwei Versteigerungen „Russische Kunst, Fabergé & Ikonen“ sowie die Auktion "Moderne & Zeitgenössische unst und Fotografie" beschließen das Jahr. 

Zu den größten und aufregendsten Momenten in der Vergangenheit gehören sicherlich die Versteigerungen berühmter Sammlungen und Nachlässe wie beispielsweise die „Sammlung Dittrich – Tschechische Glaskunst 1945 – 2000“, die „Süddeutsche Privatsammlung“, „Just – Zwischengoldgläser“, „Buchecker aus Luzern“, „Sammlung Giorgio Silzer“ und „Werner Jahn“, die auch international große Beachtung fanden.
Fortgesetzt wurde diese Reihe 2010 mit der vielversprechenden Auktion „Die Glassammlung und Werke der Künstlerfamilie Reidel“ mit hochwertigen alpenländischen Flaschen, bunten Biedermeiergläsern und herrlichem Glas des Jugendstils und Art Déco.

"Kunst trifft Erfolg"

Ganz dem Motto folgend „Kunst trifft Erfolg!“ werden mehrmals im Jahr in großen deutschen Städten Expertentage des Hauses abgehalten, zu denen jeder Kunstfreund herzlich eingeladen ist, seine Schätze vorzustellen. Darüber hinaus nehmen die Experten des Hauses gerne das ganze Jahr Exponate für die kommenden Auktionen in Heilbronn vor Ort entgegen oder kommen auf einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin zu Interessenten, denn die Einlieferung von Objekten soll den Kunden so angenehm und bequem wie möglich gestaltet werden.

In hochwertig gedruckten Katalogen für die Kunden weltweit und in Online-Katalogen werden die Kunstschätze ins beste, fotografische Licht gerückt und brillant abgebildet. Jedes einzelne Stück, das dem dreizehn-köpfigen, hochmotivierten Team anvertraut wird, wird nach wissenschaftlichen Kriterien mit fundierter Fachkenntnis und der entsprechenden Literatur eingehend recherchiert. Die Kunstobjekte sind folglich im Hause Dr. Fischer in den besten Händen.

Darüber hinaus verfügt das Auktionshaus über eine breite Internetpräsenz – sowohl auf der eigenen Homepage als auch auf diversen Kunst- und Antiquitätenplattformen im Internet, die die Objekte einem internationalen Kundenkreis zugänglich machen. In internationalen und nationalen Printmedien wird auf die Auktionen gezielt aufmerksam gemacht.

Erfolg mit Leidenschaft

Während der einwöchigen Vorbesichtigung vor den Auktionen werden die Kostbarkeiten exklusiv im romantischen Ambiente des Trappenseeschlösschens präsentiert. Das Wasserschloss aus dem 16. Jahrhundert beherbergt seit 1986 Dr. Fischers Team.

Fachwissen und der leidenschaftliche Umgang mit den Kunstobjekten führen neben den weltweiten Kontakten, zu denen Museen, private Sammler und Händler zählen, zum jahrelangen Erfolg und Vertrauen, das dem Auktionshaus Dr. Fischer von seinen Kunden entgegengebracht wird. Das bezeugen auch die vergangenen Erlöse, sei es in der Sparte der Gläser, des Silbers, der Keramik, der russischen Kunst oder der Gemälde:
Im Glassektor werden anhaltend erstklassige Spitzenpreise erzielt: Die bedeutende Glasplastik „Cross Head“ des tschechischen Künstlerpaares Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtova erlöste letztes Jahr 65.500 €. Erfreuliche 180.000 € erlöste ein Goldrubin-Deckelpokal, 160.000 € eine von Dominik Biemann um 1830 hergestellte Porträt-Plakette. An diese Ergebnisse anknüpfen kann eine Vase von Dino Martens, die er 1952 für die Biennale in Venedig anfertigte (Erlös 63.000 €). In der Sparte des Jugendstilglases sticht das Zierglas „Pavots et etoiles“ der Daum Frères hervor, welches im Jahre 2003 42.000 € erlöste.
Das Siegertreppchen der Spitzenpreise im Bereich der russischen Kunst teilen sich eine Fabergé-Tischuhr (Erlös 164.000 €), ein Militärservice-Teller der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur St. Petersburg von 1835 (Erlös 126.000 €) sowie ein großer Kowsch aus Cloisonné-Email von Feodor Rückert (Erlös 50.500 €).


Die Büste von Wilhelm Lehmbrucks großer Kniender wechselte für 277.000 € ihren Besitzer. Prägnante Erlöse in den Auktionen „Kunst und Antiquitäten“ liefern zudem ein Paar bronzene Jugendstil-Reliefplatten der „Musik“ und „Poesie“ des tschechischen Künstlers Alphonse Mucha (Erlös 56.700 €) sowie ein italienisches Gemälde mit Ansicht der venezianischen Piazza San Marco mit dem Campanile aus dem 18. Jh. (Erlös 45.400 €).

Dachbodenfunde

An einen hohen Zuschlag wurde so manches Mal gedacht: Ein württembergischer Privatmann beherbergte unter seinem Dachboden einen Reichsadlerhumpen und stellte ihn den Experten des Hauses vor, „bevor er noch zu Bruch geht!“ Es handelte sich um ein Glas aus dem 16. Jh. von hervorragender Qualität. Die 8.000 €, die dem Mann als Limit vorgeschlagen wurden, überraschten ihn positiv, dennoch nahm er das Glas wieder mit und bat um Bedenkzeit. Ein Jahr später lieferte er das Glas tatsächlich ein, wollte allerdings ein Limit von 15.000 € veranschlagen. Da dies immer noch kein zu hoher Preis für solch eine Kostbarkeit war, kam der Vertrag zustande. Als der Humpen in der Auktion dann einen Zuschlag von 40.000 € erzielte, bat der Einlieferer unruhig, seinen Angehörigen ja nichts davon zu verraten, da diese ja eh nur an sein Geld wollen.

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