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Auktionshaus Dr. Fischer

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Dr. Fischer Kunstauktionen

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74078 Heilbronn
Tel.: +49 (0)7131 15557 - 0
Fax: +49 (0)7131 15557 - 20

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Vorbericht Auktion 263 "Russian Art & Icons"

Vorbericht Auktion 263 "Russian Art & Icons"

Das Auktionshaus Dr. Fischer widmet sich zwei Mal jährlich mit einer Spezialauktion rein der Kunst aus Russland. Hierbei kommen neben Ikonen verschiedenster Epochen auch qualitätsvolle Gemälde, Silberarbeiten, Porzellane oder auch Kunsthandwerk unter den Hammer.

 

Beginnend mit dem 16. bis hin zu ausgewählten Werken aus dem 20. Jahrhundert, werden Ikonenliebhaber verschiedenster Epochen auf ihre Kosten kommen. Hervorzuheben ist eine Ikone mit einer außergewöhnlichen Darstellung von Sophia - der göttlichen Weisheit. Die monumentale Ikone zeigt das Bildthema sehr komplex in unterschiedlichen Szenen. Neben der traditionellen Sophia-Darstellung der Stroganov-Schule findet man auf der Ikone zahlreiche Verweise auf die „göttliche Weisheit“: Gottvater und Christus über einem Altar, eine Kirche mit sieben Kuppeln und zwei Türmen (symbolisch für das Haus Gottes - ein Bild der Weisheit), die Gottesmutter Orans vor einen achteckigen Stern (als Sitz der Weisheit), das letzte Abendmahl, in den Spitzen der Türme die Könige David und Salomo, der Gott um die Gabe der Weisheit bittet, seitlich Propheten und Apostel, die Diener der Weisheit. Die 106 cm hohe Ikone ist auf 10.000 – 12.000 € geschätzt.

 

Sehr fein gemalt ist eine Darstellung des letzten Abendmahls. Die Ikone stammt aus der Werkstatt des bekannten Ikonenmalers Iwan Malyschew und ist auf das Jahr 1883 datiert (Taxe: 8000-9000 €). Museal ist eine große Ikone mit der Darstellung des „Jüngsten Gerichts“. Das sehr komplexe Bildthema ist nur selten zu finden. Die Ikone zeigt Christus als Weltenrichter über einen Altar umgeben von Engelschören, Kirchenvätern und Heiligen. Im unteren Bildfeld Darstellung der Hölle und die Strafen der Verdammten. Seitlich öffnet Petrus die Tore zum Paradies. Die 104 cm große Ikone ist auf 11.000 – 12.000 € geschätzt. Im Rahmen der Auktion werden auch griechische und bulgarische Ikonen zum Aufruf kommen. So ist eine sehr gut erhaltene griechische Ikone mit der Verkündigung zu erwähnen. Die Arbeit aus dem 17. Jh. ist mit 1.800 € sehr moderat angesetzt.

 

Der Fokus der Offerte der russischen Auktion im Hause Fischer liegt neben feinen russischen Ikonen und Gemälden auch auf der Sparte des russischen Silbers. In der kommenden Frühjahrsauktion ist ein kleiner Silberkowsch der Moskauer Firma Owtschinnikow hervorzuheben. Der Kowsch im „japanischen Stil“ ziert ein feiner applizierter und gravierter Dekor: ein Insekt zwischen Blütenstängel und Gräsern. (Taxe: 2.500 – 3000 €). Farbenprächtig strahlt ein großer Cloisonné-Email-Kowsch des 20. Moskauer Silberartels. Ein Silber-Artel ist ein Zusammenschluss verschiedener Silberschmiedemeister. Im Gegensatz zu einer Fabrik stellte ein Artel keine Massenware, sondern einzelne Stücke mit hoher Qualität her.

 

Im Bereich des Glases ist ein großer Pokal mit fein geschnittenen Brustbildnis der Zarin Elisabeth hervorzuheben. Jelisaweta Petrowna Romanowa (1709-1762) war von 1741 bis 1762 Kaiserin von Russland. Sie förderte die Barockkünste und die Wissenschaft, reformierte das Land und setzte die Todesstrafe aus. Während ihrer Herrschaft kämpfte Russland erfolgreich im Siebenjährigen Krieg. Mit Elisabeth starb die ursprüngliche Dynastie der Romanows aus. Der große Pokal ist auf 2.500 bis 3.500 € geschätzt.