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Auktionshaus Dr. Fischer

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Dr. Fischer Kunstauktionen

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Vorbericht Auktion 258 "Europäisches Glas & Studioglas"

Vorbericht Auktion 258 "Europäisches Glas und Studioglas"

Die Auktion umfasst rund 1000 Glasobjekte jeglicher Epochen. Im Bereich des Formglases ist ein bedeutender Krautstrunk aus dem 15. Jahrhundert (Taxe: 10.000 – 15.000 €) hervorzuheben. Eine sehr seltene, alpenländische Scherzflasche in Form eines Bärs aus dem 17. Jahrhundert ist auf 6.000 – 7.000 € angesetzt. Zudem kommt eine Sammlung venezianischer oder Facon de Venise-Gläser zur Versteigerung. Nennenswert ist hier ein seltenes Flügelglas aus dem 17. Jahrhundert (Taxe: 2.200 – 2.700 €), eine große Fußschale mit blauer Fadenauflage um 1500 (5.000 – 7.000 €) und ein bedeutender, großer Albarello (3.000 – 3.500 €). Die Auktion umfasst auch eine Sammlung von Gläsern aus dem Weserbergland, teils mit Schnittdekor.

 

In der Sparte des Schnittglases ist ein niederländischer Pokal mit Diamantgravur (um 1685), der Willem van Heemskerk zugeschrieben ist, hervorzuheben (Taxe: 9.000 – 12.000 €). Bei den Zwischengoldgläsern sticht ein seltener Warmbrunner Deckelpokal mit Silhouettenbildnis eines Herrn hervor. Der auf 1797 datierte Pokal von Johann Sigismund Menzel ist auf 3.800 – 4.500 € geschätzt. Im Bereich des Farbglases des 19. Jahrhunderts sind zwei Gläser von Friedrich Egermann zu erwähnen: ein seltener Lithyalienbecher (Taxe: 4.000 bis 6.000 €) und ein knapp 40 cm großer Neuwelter Deckelpokal mit gesattelten Pferden, veredelt von Friedrich Egermann (Taxe: 3.800 – 4.200 €).

 

Im Rahmen des Jugendstilglases kommt eine Sammlung verschiedener Schneider-Vasen zum Aufruf. Zudem kommt eine bedeutende norddeutsche Sammlung von Jugendstilgläsern zum Aufruf. Hervorzuheben sind hierbei zwei in ''Marqueterie de Verre''-Technik gearbeitete Vasen von Emile Gallé. Eine bedeutende Vase mit Krokus-Dekor aus dem Jahr 1897/98 ist mit 18.000 – 22.000 €, eine Vase mit Unterwasserdekor ist mit 30.000 – 35.000 € angesetzt. Zwei violette Vasen nach einem Entwurf von Josef Hoffmann für Loetz Wwe. (um 1911) sind auf 8.000 – 10.000 € (H. 20,4 cm) und 3.300 – 3.800 € (H. 12 cm) geschätzt. Ebenfalls von Loetz Wwe. stammt das ausgefallene Glasobjekt „Candia Papillon“, in Form eines Storches (Taxe: 1.400 – 1.600 €).

 

Im Bereich der Stängelgläser ist ein seltenes, 21 cm hohes Weinglas nach einem Entwurf von Peter Behrens hervorzuheben. Bei dem Glas handelt es sich wahrscheinlich um eine Sonderanfertigung für einen privaten Auftraggeber, da es ohne Goldrubinunterfang ausgeführt wurde (Taxe: 5.000 – 7.000 €).

 

In der Sparte des Modernen- und Studioglases wird eine bedeutende, 42 cm hohe Frauenskulptur „Ninfa“ von Pablo Picasso für Egidio Costantini - Fucina degli Angeli zum Aufruf kommen (Taxe: 100.000 – 120.000 €). Ebenfalls von Pablo Picasso entworfen ist das Objekt „Colomba“ (Taxe: 7.000 – 9.000 €). Vor allem österreichische Sammler dürften sich über das Glasobjekt „Recycled Head Nr. 2“ der österreichischen Künstlerin Kiki Kogelnik freuen. Kogelnik hat im Laufe ihrer künstlerischen Entwicklung den menschlichen Körper immer mehr fragmentiert und manipuliert, bis in den 1990er Jahren ein Großteil ihrer Arbeiten sehr abstrahierte Gesichter zeigte. Bei dem in der Auktion auf 19.000 – 23.000 € geschätzten Kopf handelt es sich um eines von 13 Exemplaren.

 

In den letzten Jahren hat das Haus Fischer bereits einige bunte Schalen der amerikanischen Künstlerin Mary Ann Toots Zynsky erfolgreich versteigern können. Toots Zynsky verarbeitet in ihrem Werken teils mehr als acht Kilometer feine, selbstgezogene Glasfäden, welche verschmolzen und heiß verformt werden. Diese Auktion birgt gleich zwei Schalen der Künstlerin: eine lachsrosafarbene Schale (Taxe: 3.000 – 3.500) und eine vor allem durch ihre Größe (30,5 x 53 cm) auffallende Schale (Taxe: 10.000 – 12.000 €).

 

Hervorzuheben ist auch eine Sammlung von 15 pâte-de-verre Objekten von verschiedenen zeitgenössischen Künstlern für die bekannte Jugenstil-Manufaktur Daum. 1965 begann Daum bekannte, zeitgenössische Künstler für die Kreation limitierter Editionen von Glasskulpturen mit einer Auflage von 50 – 200 Stück zu gewinnen. Daum begann zu dieser Zeit die pâte-de-verre-Technik, die von den traditionellen Techniken des Glasblasens erheblich abweicht, für Glas und Kristall anzuwenden. Aus einer Zusammenarbeit mit Salvador Dali resultierten so 28 Arbeiten in 20 Jahren. Dali verstand es die Materie Glas, die in sich Härte mit gebrechlicher Zartheit vereinigt, zu verstehen. So entstand auch eine Glasversion seiner bekannten fließenden Uhr. In der kommenden Auktion werden vier Skulpturen und sechs Teller von Dali zum Aufruf kommen: „Le désir hyper rationnel“ von 1984, „Anti-fleur“ von 1971, „Maternité“ von 1977 und „phonographe antediluvien“ von 1985. Der Schätzpreis liegt jeweils bei 2.200 – 2.500 €.