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Auktionshaus Dr. Fischer

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Dr. Fischer Kunstauktionen

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Vorbericht Auktion 257 "Glasauktion in Zwiesel"

Am 1. Juli veranstaltet das Auktionshaus Dr. Fischer zum 28. Mal eine Auktion in der Glashochburg Zwiesel. Rund 800 Positionen verschiedenster Glasarten und Epochen werden hierbei zum Aufruf kommen.

 

Die Offerte des alten Glases birgt einen seltenen Schraubpokal mit geschnittenem Kardinalswappen. Der um 1700 entstandene Pokal ist auf 2.000 bis 2.300 € taxiert. Im Bereich des Milchglases ist eine seltene, alpenländische Flasche aus kobaltblauem, gesprenkeltem Milchglas auf 3.000 – 4.000 € geschätzt. Eine hellblaue Flasche mit Zinnschraubverschluss und eingeschmolzenen, schräg gekämmten Fäden ist auf 2000 – 3.000 € geschätzt. Im Rahmen der Auktion wird auch eine Sammlung von Trinkgläsern aus dem Weserbergland versteigert.

 

Im Bereich des Emailglases ist eine kobaltblaue Schnapsflasche mit Zinnschraubverschluss hervorzuheben. Die Flasche, welche die Arma Christi in polychromen Emailfarben zeigt, ist mit 800 – 900 € angesetzt. Eine auf 1749 datierte, violette Schnapsflasche mit Zinnschraubverschluss geht mit 400 – 500 € in die Auktion ein. Ein böhmischer Deckelpokal mit Genreszene aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts ist in der Sparte des Zwischengoldglases hervorzuheben (Taxe: 2.500 – 3.500 €).

 

Im Bereich des Formglases sind zwei Agatin-Fußbecher der Buquoy’schen Hütten zu erwähnen. Das Agatinglas, das aus gefärbtem, opalisierendem Milchglas gefertigt und mit reichem Ornamentschliff und üppiger Vergoldung dekoriert ist, steht ganz im Gegensatz zu den sonst von den Buquoy’schen Hütten viel produzierten Hyalithglas, das nur mit Golddekor verziert ist. Die zwei Fußbecher dieser Auktion sind auf 3.000 bis 5.000 € bzw. 2.500 bis 3.500 € geschätzt.

 

Nennenswert bei der ca. 300 Exponate umfassenden Abteilung des Jugendstils ist eine aus 25 Objekten bestehende Sammlung Lalique-Gläser. Von Daum Frères stammt eine Vase „Pluviose“ für die 3.000 bis 4.000 € erwartet werden. Für eine von Hans Bolek für Loetz Wwe. entworfene Vase liegen die Preisvorstellungen bei 2.000 bis 2.500 €. Darüber hinaus bietet die Auktionsofferte interessante Erzeugnisse namhafter böhmischer Manufakturen wie: Wilhelm Kralik Sohn, Gräflich Harrachsche Glashütte, Glasfabrik Elisabeth, Joh. Oertel & Co. sowie Ludwig Moser. Unter den zahlreichen Fachschulgläsern aus Haida, Steinschönau und Zwiesel ragen eine Fußschale mit Pfauenmotiv von Alfred Walter (Taxe: 2.500 – 3.000 €) und eine Deckelvase von Bruno Mauder (Taxe: 1.200 – 1.500 €) besonders hervor. Zu den seltenen Arbeiten zählt eine von Alexander Pfohl für die Josephinenhütte entworfene Vase mit Pflanzenstilisation (3.800 – 4.500 €). Die identische, bis dato einzig bekannte Arbeit, befindet sich im Kunstmuseum Düsseldorf. Das hohe Niveau der Trinkglasproduktion der Jugendstilepoche dokumentiert eine ganze Reihe hervorragender Arbeiten der Hütten Köln-Ehrenfeld, Meyr’s Neffe und Ludwig Moser.

 

Beim Glas der 50er Jahre gilt das Augenmerk einer von Dino Martens für Aureliano Toso entworfenen Vase „Frammentato“ (Taxe: 1.500 – 1.800 €). Eines der spannendsten Lose beim Studioglas ist ein Schalenobjekt in Mosaiktechnik von Klaus Moje aus dem Jahre 1979 (Taxe: 800 – 1.000 €).