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Nachbericht zur 250. Jubiläumsauktion "Europäisches Glas und Studioglas"

Nachbericht zur 250. Jubiläumsauktion "Europäisches Glas & Studioglas"

Am 15. Oktober 2016 feierte das Auktionshaus Dr. Fischer seine 250. Jubiläumsauktion. Bei der Auktion wurde sich rein auf die Glaskunst in all ihren Facetten konzentriert. Hierbei kamen ausgewählte Objekte des alten und neuen Glases zum Aufruf. Im Bereich des Formglases konnte ein musealer Römer mit Goldmalerei aus dem späten 17. Jh. seinen Schätzpreis verdreifachen (Erlös: 8.300 €). Vor allem die venezianischen Gläser sorgten für großes Interesse: so konnte ein Henkelkrug mit Zinndeckel mit senkrecht eingeschmolzenen Bändern im Wechsel mit Spiralfäden aus Milchglas einen Erlös von 9.600 € erzielen. Zwei Fußschalen mit Goldschuppenmuster um 1500 gingen für 32.000 € und für 8.500 € an zwei Bieter aus dem europäischen Ausland. Ein Deckelpokal mit Löwenbalusterschaft aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts ging für 27.000 € an einen österreichischen Bieter. Ein seltener Kasten mit zwei Sechskantflaschen aus grün- und graustichigem Glas mit Silbermontierung erzielte einen Erlös von 18.000 €.

 

Ein seltenes Maigelein (Jagdbecher) mit eingeschmolzenen Glaskröseln konnte seinen Schätzpreis ebenfalls verdreifachen (Erlös: 6.400 €). Zwei alpenländische Schnapsflaschen aus braunem Glas ergatterte ein österreichischer Bieter für 7.000 € bzw. 7.700 €. Mehrere Telefonbieter interessierten sich für eine Deckeldose aus Goldrubinglas mit Vermeilmontierung. Schließlich konnte sich ein italienischer Bieter für 11.000 € durchsetzen. Der Topzuschlag im Bereich des Schnittglases ist ein niederländischer Deckelpokal mit Diamantgravur des Hieronymus (Girolamo) de Vecchio, Päpstlicher Internuntius in Brüssel ab 1656 (Erlös: 22.000 €).

 

Sehr schöne Gläser gab es auch im Bereich des Farbglases des 19. Jahrhunderts. Hervorzuheben ist hier ein signierter Becher mit Ansicht von Dresden aus der Werkstatt von Samuel Mohn mit einer Bemalung von August Viertel. Die bezeichnete Ansicht und das Datum darunter beziehen sich auf die Sprengung der Augustusbrücke am 19. März 1813 durch die französische Armee während der Befreiungskriege (Erlös: 12.800 €). Der Ranftbecher „Ehret die Frauen“ von Anton Kothgasser konnte mit einem Erlös von 10.000 € seine Schätzung verdoppeln.

 

Der Nachmittag wurde mit über 200 Positionen Jugendstilglas eingeleitet. Hier wurde eine 41 cm hohe Daum Vase mit Magnolie für 10.000 € an einen asiatischen Bieter versteigert. Ein Bietgefecht entstand um eine bedeutende Loetz-Schale von 1913. Die Schale wurde anlässlich einer Kölner Werkbundausstellung von Carl Witzmann entworfen (Erlös: 13.000 €). Ebenfalls von Loetz Wwe. stammt die seltene Vase „Titania himmelblau mit Kaiserrot verl. Gre 6387“. Sie erzielte einen Erlös von 14.700 €.

 

In der Vergangenheit hat unser Haus auch viele italienische Gläser aus den 1930er Jahren und später erfolgreich versteigern können. Dieses Mal konnten zwei Vasen von Fratelli Toso jeweils einen Erlös von 7.600 € erzielen: die Vase „Stellato a ca di Murrina“ nach einem Entwurf von Pollio Perelda und die Zylindervase „Murrine Fine Canna“ nach einem Entwurf von Ermanno Toso. Zwei Glasobjekte nach einem Entwurf von Pablo Picasso gingen an einen deutschen Bieter: bedeutende Zierhenkelvase „Antropomorfo“ (Erlös: 9.000 €) und „Donna“ (Erlös: 13.000 €), beide aus dem Jahr 1954 von Ermanno Nason ausgeführt. Das Objekt „Girasole“ nach einem Entwurf von Fernand Léger erzielte einen Erlös von 9.000 €.

 

Sehr viele bedeutende Glaskünstlernamen wurden in der Sparte des Studioglases versteigert. So kamen einige ausgewählte Objekte des Künstlers Dale Chihuly, der für seine Glas-Sets bekannt ist, unter den Hammer. Das 13-teilige Set „Mars Red a Sun Yellow Persion“ aus dem Jahr 2000 ging für 13.000 € an einen amerikanischen Bieter, das Objekt „Azure blue persian set with carmine lips“ aus dem Jahr 1995 für 9.000 €, ebenfalls an einen amerikanischen Bieter und das „Fumosas white seaform set“ für 9.000 € an einen deutschen Bieter. Auch Freunde des tschechischen Studioglases kamen in der Jubiläumsauktion nicht zu kurz. Hervorzuheben ist hierbei eine bedeutende Tierplastik in Form einer Ziege von Marta Klonowska. Das aus farbigen Glasscherben gefertigte Objekt ging für 24.000 € an einen deutschen Bieter.