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Auktionshaus Dr. Fischer

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Nachbericht Auktion 254 "Europäisches Glas und Studioglas"

Nachbericht Auktion 254 "Europäisches Glas und Studioglas"

Glasfreunde verschiedenster Epochen kamen im Rahmen unserer Spezialauktion „Europäisches Glas & Studioglas“ am 18. März wieder auf ihre Kosten. Eingeleitet wurde die Auktion mit der Glassammlung Karl J.E. Liebetrau, die Gläser aus Mitteleuropa und England beinhaltet: von Formgläsern, Schnittgläsern und Trinkgläsern aus dem Jugendstil bis hin zu seltenen Büchern. Fast alle Positionen der Sammlung wurden erfolgreich versteigert. Wie vielseitig diese Sammlung war, zeigen auch ihre Topzuschläge: ein schlesischer Pokal mit dem Wappen der Grafen Schaffgotsch (um 1720 – 1730) ging für 8.000 € an einen polnischen Bieter, ein venezianisches (oder Facon de Venise) Flügelglas aus dem 17. Jahrhundert erzielte einen Erlös von 6.000 € und eine sehr seltene, erste und gut erhaltene Ausgabe des bedeutendsten Bergbaubuches der Renaissance (Georgius Agricola: De re metallica libri XII) ging für 20.000 € an einen Onlinebieter.

 

Eines der bedeutendsten Gläser der Auktion war ein signierter und auf 1809 datierter Becher mit vier Silhouetten von Samuel Mohn. Der mit feinem Dekor in bunter, transparenter Emailmalerei, Schwarzlot und Silbergelb verzierte Becher ging für 8.300 € an einen österreichischen Bieter. Hervorzuheben ist auch ein seltenes Kürbisfläschchen aus Milchglas mit kobaltblauen Einschmelzungen und Zinnschraubverschluss, das einen Erlös von 7.700 € erzielte. Den Titel des Auktionskatalogs zierte ein musealer Deckelhumpen mit Sauhatz aus dem 17. Jahrhundert. Das Nürnberger Glas mit einem Schnitt von Georg Friedrich Killinger ging für 96.000 € an einen deutschen Bieter. Im Bereich des Farbglases des 19. Jahrhunderts ist ein seltener Lithyalinbecher von Friedrich Egermann um 1830 für 8.300 € versteigert worden.

 

Im Rahmen der Auktion kam auch eine umfangreiche Sammlung von Stängelgläsern zum Aufruf. Sehr schön anzusehen ist das seltene Weinglas nach einem Entwurf von Otto Prutscher und einer Ausführung von Meyr’s Neffe (Adolf). Es erzielte einen Erlös von 8.300 €.

 

Bei den Jugendstilgläsern ist eine keulenförmige Vase mit Silberdistel von Daum Frères für 14.000 € versteigert worden. Den Zuschlag für eine Tischlampe mit Kamelie von Emile Gallé erhielt ein französischer Bieter (Erlös: 8.300 €). Ein Bietgefecht entstand um eine seltene Zierhenkelvase nach einem Entwurf von Marie Kirschner und einer Ausführung von Loetz Wwe. Den Zuschlag erhielt letztendlich ein österreichischer Telefonbieter für 7.400 €. Eine große seltene Vase mit Allegorien der vier Elemente von Alexander Pfohl wurde für ebenfalls 7.400 € versteigert.

 

Im Rahmen der Auktion wurden auch zwei Glasobjekte, die von Pablo Picasso entworfen wurden und von der Fucina degli Angeli ausgeführt wurden, versteigert: das Objekt „Capra“ für 9.600 € und der „Pan“-Kopf für 9.600 €. Das von Marc Chagall entworfene Objekt „Anfora e cavallo“ wurde ebenfalls in der Fucina degli Angeli gefertigt. Es ging für 11.000 € an einen deutschen Bieter. Sehr begehrt waren dieses Mal die von Alessandro Pianon entworfenen „Pulcino“-Vögel. Im Rahmen der Auktion wurden alle vier Varianten versteigert. Ein Bietgefecht entstand um den olivgrünen, quadratischen „Pulcino“, der letztendlich für 9.000 € an einen Bieter aus Österreich ging.